Ehrenmorde Geschichte
geboren: 1972
erschossen: 17. Oktober 2009
Wohnort: Groß-Umstadt (bei Darmstadt)
Herkunft: Türkei
Kinder: 1 Junge, 2 Mädchen (zur Tat 19, 15, 7 J.)
Täter: ihr Ehemann Ismet, zur Tat 42 J.
Ismet wird 1967 in Erlangen geboren und holt 1988 die 17jährige Figen als Braut aus der Türkei. Das Paar zieht zunächst nach Erlangen. Später haben beide die deutsche und die türkische Staatsangehörigkeit. Er arbeitet als Kurierfahrer. Sie bekommen drei Kinder.
Ismet misshandelt seine Frau. Es kommt zur Anzeige wegen häuslicher Gewalt. Figen will sich trennen. Am 17. Oktober 2009 verschwindet sie. Vier Tage später melden Freunde sie als vermisst. Die Polizei bricht die Wohnungstür auf und findet dort Blut. Spürhunde finden die Leiche später im Wald. Um die Identifizierung zu erschweren, trennt der Täter (vermutlich mit Hilfe eines Freundes) den Kopf ab. Die Polizei findet ihn in den Weinbergen in der Nähe des rheinhessischen Saulheims.
Ismet wird auf der Flucht in Georgien festgenommen. Im Februar 2011 beginnt der Prozess vor dem Landgericht Darmstadt. In einem gesonderten Verfahren wird auch der Tathelfer und Arbeitskollege angeklagt. Er sagt zunächst als Zeuge aus, Ismet habe ihn angerufen, er solle seine Tochter abholen. Möglicherweise hat das 7jährige Mädchen die Leiche der Mutter gesehen und sollte in die Türkei geschafft werden. Viele Zeugenaussagen des Prozesses sind verworren und passen nicht zueinander. Es kommt aber heraus, dass Figen bereits einmal wegen eines gebrochenen Nasenbeins im Krankenhaus war. Angeblich hatte sie ihren Mann angegriffen, und er musste sich wehren.
Im März 2011 wird Ismet vom Landgericht Darmstadt wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt. In der Urteilsbegründung heißt es, Figen habe sich in den Jahren in Deutschland emanzipiert. Sie habe sich scheiden lassen und ein neues Leben beginnen wollen. Das habe ihr Ehemann nicht akzeptiert und sie zur Aufrechterhaltung seiner Ehre getötet.
Was ist ein Ehrenmord? |
Ein Ehrenmord ist ein Mord im Namen der Ehre. Wenn ein Bruder seine Schwester ermordet, um die Familienehre wiederherzustellen, handelt es sich um einen Ehrenmord. Nach Ansicht von Aktivisten sind die häufigsten Gründe für Ehrenmorde, wenn das Opfer:
Menschenrechtler gehen davon aus, dass jedes Jahr 100.000 Ehrenmorde verübt werden, von denen die meisten den Behörden nicht gemeldet werden und einige sogar von den Behörden selbst absichtlich vertuscht werden, zum Beispiel weil die Täter gute Freunde von örtlichen Polizisten, Beamten oder Politikern sind. Gewalt gegen Mädchen und Frauen ist immer noch ein ernstes Problem in Pakistan, Indien, Afghanistan, Irak, Syrien, Iran, Serbien und Türkei. |
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